Ein zeitgeschichtliches Dokument mit Städtereisen (von Hamburg über Berlin bis München), Alltagsbeobachtungen, Lektüren, Gemäldegalerien und Theaterbesuchen in Deutschlands Vorkriegszeit.
13. 11. 2026, Freitag um 18 Uhr
Entstehung der Tagebuch-Edition aus Sicht des Verlages und der Herausgeber Hans-Ulrich Müller-Schwefe, Suhrkamp Verlag Prof. Dr. Oliver Lubrich, Universität Bern, Herausgeber
Moderation: Dr. Stefan Grosche
24.11. 2026, Dienstag um 18 Uhr
Übersetzung der Tagebücher, Transkription und die Zusammenarbeit mit James Knowlson und Edward Beckett, Beckett-Archiv (Reading, GB) Dr. Gaby Hartel, Übersetzerin; Prof. Dr. Mark Nixon, Universität Reading, Herausgeber und Leiter der Beckett International Foundation
Moderation: Jürgen Röhling
Lesung aus den Tagebüchern Justin Hibbeler, Staatstheater Kassel
Eintritt frei Veranstalter: Samuel Beckett Gesellschaft e.V. in Kooperation mit der Universitätsbibliothek Kassel
In der Ausstellung „Samuel Beckett: The German Room“ widmet sich die Universitätsbibliothek Regensburg vom 22. September 2025 bis zum 26. Juli 2026 Becketts Verbindungen zur deutschen Sprache, Literatur und Kultur.
Programm der Eröffnung am 22. September 2025
11:00 – 12:30 Uhr Fakultativ: Stadtführung (Kosten werden übernommen, um Anmeldung wird gebeten)
14:00 – 15:00 Uhr Anmeldung
15:00 – 15:30 Uhr Begrüßung und Einführung Dr. Georgina Nugent, University College Cork Dr. André Schüller-Zwierlein, Universitätsbibliothek Regensburg Prof. Dr. Jochen Petzold, Department of English and American Studies, Universität Regensburg
15:30 – 16:00 Uhr Dr. Georgina Nugent, University College Cork, Irland: „Samuel Beckett’s German Company“
16:00 – 16:30 Uhr Dr. James Little, University of Cyprus, Zypern: „‚In the place where I have always found myself […], it is no longer wholly dark nor wholly silent‘: Karl-Franz Lembke and Beckett’s Plays for Prisoners“
16:30 – 16:45 Uhr Pause
16:45 – 17:15 Uhr Dr. Adriaan van der Weel, Leiden University, Niederlande: „The Language of Worstward Ho“
17:15 – 17:45 Uhr Führung durch die Ausstellung und Verabschiedung
18:00 Uhr Fakultativ: Gemeinsames Abendessen im Restaurant Unikat (auf Selbstzahlerbasis, um Anmeldung wird gebeten)
Ein zentraler Bestandteil der Ausstellung ist eine bedeutende Neuerwerbung der Universitätsbibliothek Regensburg: Mit großzügiger Förderung durch die Carl Friedrich von Siemens Stiftung konnte 2025 eine umfangreiche, mehr als zwei Jahrzehnte umfassende Korrespondenz Samuel Becketts mit dem Verleger Roland Hänßel und dessen Frau Waltraut erworben werden. Die Sammlung umfasst 41 eigenhändige Briefe und Postkarten Becketts aus den Jahren 1965 bis 1989 sowie ein Typoskript seines Kurzstückes Breath (1969). Sie bietet nicht nur Einblicke in die Entstehung der gemeinsamen Publikationen, sondern auch in den Publikations- und Übersetzungsprozess weiterer Werke aus Becketts Oeuvre. Die Neuerwerbung stärkt das Profil des 2019 gegründeten Museums Moderne Handschriften als international ausgerichtetes Literaturarchiv, das unikale Autographen-Bestände für Forschung und Lehre zugänglich macht.
Die Ausstellung widmet sich darüber hinaus in weiterer Hinsicht den deutschen Übersetzungen der Werke Becketts: In Zusammenarbeit mit dem Tophoven-Archiv (Straelen) werden einzigartige Zeugnisse der Übersetzungsarbeit des Ehepaars Elmar und Erika Tophoven präsentiert. Zudem wird Becketts ausgedehnte Deutschlandreise in den Jahren 1936 und 1937 im Rahmen der Ausstellung mit einer Karte und Zitaten aus Becketts Tagebüchern illustriert, wobei ein besonderes Augenmerk auf seinem zweitägigen Aufenthalt in Regensburg liegt. Nicht zuletzt bietet die Ausstellung auch Einblicke in Becketts umfangreiche Lektüre deutschsprachiger Autoren und geht dabei insbesondere auf die Funktionen ein, die die deutsche Literatur in seinem Werk hat.
Kontakt: Dr. André Schüller-Zwierlein Universitätsbibliothek Regensburg E-Mail:
Peer Schröder und Willi Schaumann waren aktive Mitglieder in ihren Gesellschaften und Vereinen.
Peer Schröder (gest. 2019), Literaturwissenschaftler und Autor vieler Gedichte, war Mitbegründer des Kasseler Literaturspaziergangs und ebenso des Literaturhauses Kassel, er war Herausgeber literarischer Zeitschriften und großer Kenner der Werke Samuel Becketts.
Willi Schaumann (gest. 2022), Lehrer i.R. hat als Mitglied des Ortsbeirats Vorderer Westen mitverfolgt, welche Bedeutung Samuel Beckett für Kassel hat. Er wurde schließlich Vorstandsmitglied der Samuel Beckett Gesellschaft. Durch das Engagement von Willi Schaumann und Wolfgang Rudolph in ihrem Stadtteil wurde u.a. die Benennung des neuen Stadtquartiers in Samuel-Beckett-Anlage erreicht.
Um beide posthum zu würdigen, werden in einem Rundgang mit musikalischer Begleitung Erinnerungen von Freunden, Zitate Becketts und eine Lesung von Gedichten Peer Schröders zu hören sein.
Am 27.10.2024 wird im TIF (Theater im Friedericianum) „Glückliche Tage“ in einer szenischen Lesung mit Sabine Wackernagel und Valentin Jeker aufgeführt. Valentin Jeker wird am Tag vorher 90 Jahre alt und anlässlich dieses Geburtstages wird das Stück in dieser Besetzung zum letzten Mal in Kassel gespielt. Weitere Informationen auf der Seite des Staatstheaters Kassel.
„Murphy“ erschien in London 1938, Deutsch bei Rowohlt 1959 Übersetzung: Elmar Tophoven
„Die Sonne schien, da sie keine andere Wahl hatte, auf nichts Neues.„
Die Samuel Beckett Gesellschaft lädt zur Lesung des Romans „Murphy“ ein.Der erste publizierte Roman des späteren Nobelpreisträger Samuel Beckett entstand in den 1930er Jahren, direkt nach seiner wichtigen Kasseler Zeit. Murphy, die Titelfigur, ist ein Einzelgänger, der sich nach Liebe und einem bürgerlichen Leben sehnt und dabei gerne in seinem Schaukelstuhl dem Sinn des Lebens nachgeht. Wichtige Menschen für ihn sind Celia, eine Prostituierte, und Mr. Endon, ein Psychiatriepatient, mit dem Murphy eine absurde Partie Schach spielt. Wie man es von Beckett kennt, finden sich im Roman viele parodistische Elemente, Anspielungen auf Weltliteratur und Detektivromane sowie jede Menge grotesker Humor. Die vier Vorleser Thomas Bockelmann, Michael Kaiser, Michael Werner und Ignatz Wilka präsentieren den Roman in voller Länge, aufgeteilt auf zehn Abende. Der Eintritt ist frei. (Jürgen Röhling)
Zur
Veranstaltung am 7. November 2019
Beckett selbst war sehr musikalisch, er hat von frühester Jugend an bis ins
hohe Alter Klavier gespielt.
Er war ein eifriger Konzertbesucher, er hat sich mit Freunden intensiv über
Musik ausgetauscht.
Seine Lieblingskomponisten und Lieblingsstücke begegnen uns in seinen Romanen
und Theaterstücken.
Die Klanglichkeit seiner Sprache kommt zum Ausdruck in vielen Textpassagen, sie
wirken geradezu komponiert.
Zur Veranstaltung am 21. November 2019 Bereits seit den frühen Werken entfalten u. a. Becketts
Musikaffinität und die ausgeprägte Klangqualität seiner Sprache eine Sogwirkung
auf Musiker: Zahlreiche Komponistinnen und Komponisten weltweit haben sich zu
ihren Musikstücken durch Samuel Becketts Werk inspirieren lassen. Die erste
bekannte Komposition – aus der Feder des afroamerikanischen Jazzmusikers Henry
Crowder – entstand 1930. Seither haben sich u.a. sowohl Avantgarde-Komponisten
wie Morton Feldman als auch weitere (Jazz-)Musiker wie Scott Fields Becketts
Schaffen musikalisch genähert, jeweils auf ganz eigene Art und Weise. Mehreren
hundert Kompositionen liegt Becketts Werk bis dato zugrunde. Geographisch
umspannt die musikalische Rezeption der Werke des Autors den gesamten Globus:
von Irland und Großbritannien über Deutschland, Ungarn, Russland, Ostasien und
Australien über den Pazifik bis nach Nord- und Südamerika.
In Kooperation mit dem „Deutsch-Französischen Forum Kassel – Cercle Francais“, dem Verein „Freunde des Stadtmuseums“ und der „Samuel Beckett Gesellschaft“ (SBG) findet die o.g. Veranstaltung statt, zu der die SBG einlädt. An die Zeit der Résistance wird in einer Buchvorstellung und in zwei weiteren Beiträgen erinnert.
U.a. wird Becketts Teilnahme an dieser Widerstandsbewegung vorgestellt (Konstanze Liebelt). Dieser Abschnitt in Becketts Leben ist ein spannendes Thema, das noch nicht so allgemein bekannt ist.
Die SBG freut sich, Sie an diesem Sonntagmorgen begrüßen zu dürfen.
Vortrag und Gespräch mit Prof. Dr. Rolf Breuer, Universität Paderborn und Prof. Dr. Stefan Greif, Universität Kassel; Rezitation: Hagen Bähr, Staatstheater Kassel (s. Foto unten)
Veranstalter: Samuel Beckett Gesellschaft e.V. und Goethe-Gesellschaft Kassel e.V. in Kooperation mit dem Institut für Literaturwissenschaften der Universität Kassel
Ort: Universität Kassel, Holländischer Platz, Kurt-Wolters-Str. 5, Raum 19 (Erdgeschoss)
Beckett war ein Bewunderer Hölderlins, gewisse Werkpassagen fanden Eingang in Becketts Werk, bestimmte Strophen von Hölderlin konnte er auf Deutsch auswendig rezitieren. Ausgehend von dem Werk des Philosophen Dieter Henrich Sein und Nichts: Erkundungen um Samuel Beckett und Hölderlin wird in zwei Kurzvorträgen und anschließendem Gespräch der Frage nachgegangen, ob überzeitliche Wahrheiten angesichts des Unrechts in der Welt heute noch überzeugen können.
Dazu werden zwei Gedichte exemplarisch von dem Schauspieler Hagen Bähr vorgetragen: aus Hyperions Schicksalslied und Reif sind, in Feuer getaucht...
Rolf Breuer ist langjähriges Mitglied unserer Gesellschaft.
Foto: Hagen Bähr
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Sonntag, 26. Mai 2019; 15-16:00 Uhr
Im Rahmen der hessenweiten Veranstaltung „Ein Tag für die Literatur“ in Kooperation mit hr2 kultur veranstaltet die Samuel Beckett Gesellschaft folgenden Spaziergang:
Mit Samuel Beckett flanieren / Inszenierter Spaziergang durch die Samuel-Beckett-Anlage / Rezitation und Spiel: Ignatz Wilka und Lounis Zannoun
Bei einem inszenierten Spaziergang durch das Quartier tragen Ignatz Wilka und Lounis Zannoun Zitate aus Becketts Werk und Biografisches aus den Jahren 1928 bis 1932 vor. In dieser Zeit hat Samuel Beckett mehrmals seine Verwandten, die Familie Sinclair, in der Landgrafenstraße (heute: Bodelschwinghstraße), besucht. Besonders hatte es ihm seine Cousine Peggy Sinclair angetan, auch das Kasseler Stadtgeschehen hat er differenziert betrachtet. Vor den Zitaten an den Häuserwänden wird in Monologen und Dialogen dieser bewegten Zeit nachgespürt. Als Quelle dient Becketts Roman „Der Traum von mehr bis minder schönen Frauen“.
Eine Veranstaltung der Samuel Beckett Gesellschaft e.V.